Opernbesuch der EF

Schülerinnen der EF besuchten die Oper "Tosca" in Detmold

Tosca 1

Gemäß dem Curriculum Musik in der EF wird im Zusammenhang mit der Behandlung der Gattung „Oper“ regelmäßig ein Opernbesuch unternommen. In diesem Jahr ging die Fahrt nicht ganz so weit, nämlich in das Lippische Landestheater nach Detmold. Schülerinnen berichten:

„Am Sonntag, dem 6.Mai 2018 stiegen wir, die Musikkurse der EF und einige Q1-Schülerinnen in den Bus Richtung Detmold, wo wir Puccinis Oper „Tosca“ ansahen. Aufgeregt betraten wir das prachtvolle Opernhaus, um schließlich in einem himmelblauen Saal auf roten Polstern Platz zu nehmen. Dann begann die Vorstellung in drei Akten. „Tosca“ handelt von Liebe, Mord und Erpressung. Auf der Bühne wird gefoltert, geraucht und geweint, während die Künstler ihr Bestes geben. Die Handlung spielt im 19.Jahrhundert und beginnt in der Kirche Sant’Andrea della Valle in Rom, wo der Maler Cavaradossi einen politischen Gefangenen versteckt. Zwischendurch besucht ihn seine große Liebe Tosca – eine berühmte und angesehene Primadonna – und es kommt zu Liebesschwüren in den höchsten Tönen. 

 

Auf der Spur des Flüchtigen ist allerdings der korrupte und bösartige Polizeichef Scarpia mit seinen Schergen. Dieser begehrt Tosca. Im Laufe des Stückes spitzen sich die Ereignisse zu: Tosca ersticht den Widerling Scarpia, Cavaradossi wird hingerichtet und Tosca begeht Selbstmord. Gleichzeitig laufen Orchester und Sänger zu Höchstleistungen auf und die Pause wird zur willkommenen Abwechslung, um sich von den Emotionen auf der Bühne zu erholen. 

Von Anfang bis zum Ende bleibt es spannend und die von Gefühlen aufgeladene Bühnenluft und Musik lassen manchmal den ganzen Saal nach Atem ringen. Dabei geht es in „Tosca“ nicht um schwülstige Liebesschwüre sondern auch um ein unrechtstaatliches Regime (verkörpert durch Bösewicht Scarpia), das die Protagonisten von ebendiesen abhält. Und so bleibt schließlich doch die Liebe als Bekenntnis zum Leben das zentrale Thema der Oper, auch wenn am Ende beide Protagonisten tot sind. Die Musik Puccinis jedenfalls erzählt meisterhaft im Stile des Verismo von den Gefühlen der Figuren. Ihre Liebe, ihre Angst und ihr Kampfgeist werden durch die Musik getragen, bis auch der letzte im Saal versteht, wie aufrichtig und treu Tosca und Mario für das Gute (und ihre Liebe) kämpfen. Auf jeden Fall war der Besuch der Oper „Tosca“ in Detmold ein einmaliges Erlebnis, was wir sicher in Erinnerung behalten werden. Zumindest konnten wir, als wir am Abend müde und erschöpft in unsere Betten fielen, von uns behaupten, zumindest einmal in unserem Leben eine Oper besucht zu haben.“

Lucia Geringswald, EF

 

„Unsere Musikkurse aus der EF haben am 6.5.2018 im Landestheater Detmold die Vorstellung der Oper „Tosca“ besucht. Für fast alle von uns war das der erste Besuch einer solchen Veranstaltung. Dementsprechend war das Interesse und die Vorfreude groß. „Tosca“, eine Oper komponiert von Giacomo Puccini und in die Epoche des Verismo (ca. 1880; Versuch eines wirklichkeitsgetreuen Abbild des Lebens) einzuordnen, handelt von der Primadonna Tosca und ihrem Geliebten Cavaradossi, welche in einen Konflikt mit dem Polizeiches Scarpia geraten, da sie den politischen Gefangenen Angelotti verstecken. Die Handlung spielt in Rom zur Zeit Napoleons. Puccini nutzt für seine Geschichte viele reale Schuplätze wie z.B. die Angelsburg oder die Kirche Sant’Andrea della Valle und den Palazzo Farnese. Am Anfang flieht Angelotti in die Kirche, in der Cavaradossi als Künstler arbeitet. Er entschließt sich seinem alten Freund zu helfen und will ihn verstecken. Später kommt Tosca hinzu und wird eifersüchtig, weil Cavaradossi die Gräfin Attavanti gemalt hat, welche für ihn nur eine unbekannte Schöne war, jedoch gelingt es ihm die eifersüchtige Tosca fürs Erste zu besänftigen. Kanonschüsse machen deutlich, dass Angelottis Flucht entdeckt worden ist. Scarpia, der Antagonist, tritt auf und anhand des Essenskorbes fällt ihm auf, dass Cavaradossi in die Angelegenheit verstrickt sein muss. Außerdem fällt ihm Tosca auf, welche er für sich erobern möchte. Im 2. Akt steigert sich die Handlung dramatisch. Kurz zusammengefasst möchte Scarpia durch Erpressung Tosca für sich gewinnen und außerdem lässt er Caravadossi foltern, um das Versteck Angelottis zu erfahren. Vor einer Hinrichtung retten kann Tosca ihren Geliebten nur, wenn sie sich auf Scarpia einlässt. In dieser Situation singt sie das Highlight der Oper „Vissi d’arte, vissi d’amore“, eine Arie, in welcher sie ihr ungerechtes Schicksal beklagt und beschreibt, dass sie nur gute Dinge (Gesang, Gebet, Spenden) getan hat. Am Ende des Aktes ersticht sie den sie bedrängenden Scarpia und will Cavaradossi mit dem zuvor von Scarpia geschriebenen Geleitbrief retten. Im letzten Akt, welcher mit der Arie „E lucevan le stelle“ des Cavaradossi beginnt, in welcher er beschreibt, wie sehr er bedauert Tosca nicht ein letztes Mal sehen zu können. Klarinettentöne untermalen diese ruhige und gleichwohl dramatische Arie. Zu seiner Freude erscheint Tosca, die ihm erzählt, dass es nur eine Scheinhinrichtung wird, und es scheint, dass es ein Happy End geben wird. Jedoch wollte Scarpia Tosca nur für sich haben und die Hinrichtung ist doch real. Am Schluss stürzt sich Tosca von der Engelsburg. Im Unterricht haben wir uns schon vorher mit der Oper, welche übrigens eine Spieldauer von ca. zweieinhalb Stunden hat, auseinandergesetzt. Viele – ich eingeschlossen – waren sehr beeindruckt von den Darstellern, aber auch vom Orchester. Ich persönlich fand, dass das Orchester sich so gut anhörte, dass man denken musste, die Musik käme von einer CD. Mein Fazit ist, dass die Exkursion unseren Horizont erweitert hat und uns an ein kulturelles Gut herangeführt hat, welches unserer Generation eher fremd ist.“

Diana Altmiks, EF

Foto: Landestheater Detmold