Kollegiale Schulleitung offiziell ins Amt eingeführt

„Drei-Einigkeit“ am Gymnasium St. Michael

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Die kollegiale Schulleitung am Gymnasium St. Michael (v.l.): Herr StD i.E. Martin Rüther, Herr StD i.K. Claudius Hildmann, StD' i.E. Sr. M. Ulrike Brand CSA

Am 17.12.2018 wurden StD i.K. Claudius Hildmann, StD i.E. Martin Rüther und StD' i.E. Sr. M. Ulrike Brand CSA offiziell als neue, kollegiale Schulleitung am Gymnasium St. Michael begrüßt und in ihr Amt eingeführt.

Die Besonderheit und Chance dieser „Drei-Einigkeit“ der Schulleitung wurde im Laufe der Amtseinführung immer wieder betont.

Bereits in der heiligen Messe im Dom spielte Dompropst Joachim Göbel auf das theologische Vorbild der Zahl „drei“ an und dankte zu Beginn des Festaktes in der Aula Herrn Hildmann, Herrn Rüther und Sr. Ulrike für ihren Mut und ihre Bereitschaft sich darauf einzulassen.

 

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Die Trägervertreterin Frau OstD' i.K. Eva Jansen bezog sich ebenfalls auf die Besonderheit der „Drei-Einigkeit“, indem sie auf das Drei-Hasen-Fenster, eines der Wahrzeichen der Stadt Paderborn, verwies und den Vers „Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei", der dieses Fenster beschreibt, zitierte und dies auf die neue Konstellation in der Schulleitung übertrug. Auch innerhalb eines harmonischen Zusammenspiels der „Ohren“, sei es dennoch wichtig, dass jeder er selbst bleibe. Ebenfalls von Bedeutung sei in diesem Zusammenhang auch der „Rahmen“, übertragen auf das Lehrerkollegium, der den „Hasen“, den notwendigen Halt gebe. Schule benötige, so Jansen, eben dieses Zusammenspiel, um zu einem harmonischen Ganzen werden zu können.

Claudius Hildmann bedankte sich im Folgenden beim Lehrerkollegium für die freundliche, herzliche Aufnahme und den konstruktiven und sachbezogenen Umgang, den er seit Beginn dieses Schuljahres habe erfahren dürfen. Auch wenn er nun nach acht Jahren in der Verwaltung „vom Spezialisten zum Generalisten“ geworden sei, habe er keinen Praxisschock erhalten. Die Herausforderungen, denen sich das Gymnasium St. Michael stellen müsse seien die Rückkehr zu G9, der digitale Wandel, die gegenwärtige Bausituation, der Generationswechsel und Qualitätsanalyse und -management. Aufgabe der Schule sei es, junge Menschen dazu zu befähigen, ihr Leben zu gestalten und Haltung einzunehmen.

In den folgenden Grußworten wünschte Sr. M. Ancilla Ernstberger CSA, die Oberin der Ausgustiner Chorfrauen, der neuen Schulleitung ein „hörendes Herz“. Wenn der Standpunkt der Schulleitung gefragt sei, solle sie gemäß Gottes Auftrag zwischen Gutem und Bösem unterscheiden und das rechte Maß finden, Hörende sein, mit Kraft und Milde Handelnde.

Frau RR' i.E. Getrud Oppenhoff, die Schulleiterin der Realschule St. Michael, leitete ihre guten Wünsche von dem Bild der zu setzenden Segel ab und zitierte ein altes dänisches Sprichwort, das besage, dass bei ruhiger See jeder ein Schiff steuern könne. Die Stürme der Schullandschaft hingegen erforderten Kraft und Durchhaltevermögen. So sei es wichtig, sein Ziel klar vor Augen zu haben, denn, so ein chinesisches Sprichwort, nicht der Wind, sondern die Segel bestimmten die Richtung. Das große Schiff St. Michael könne nur so gemeinsam durch alle Zeiten gesteuert werden. Realschule und Gymnasium segelten in einem Team im Verband unter der gemeinsamen Flagge St. Michael, was sich in guten Absprachen und gelungener Kommunikation zeige. Abschließend wünschte sie der neuen Schulleitung des Gymnasiums einen guten „Kompass“ und genug Möglichkeiten zum „Ankern“, zum „Auftanken“ auf dieser abenteuerlichen „Fahrt“.

Der Leiter des Dezernats Gymnasium der Berzirksregierung, Herr LRSD Rolf-Victor Siedenhans, verwies in seinem Grußwort auf die Balance zwischen Tradition und Moderne, die er als „change management“ bezeichnete, indem er die Besonderheiten und Herausforderungen in der Geschichte von St. Michael, wie beispielsweise die Einführung der parallelen Monoedukation, Revue passieren ließ.

Im Folgenden bezog sich Herr OstD i.E. Pastor Markus Ratajki, der Sprecher der Gymnasialschulleiter des Erzbistums Paderborn, in seinen Segenswünschen auf den Dreiklang in der Musik. Das Ziel der neuen Schulleitung müsse es sein, „schöne Musik“ entstehen zu lassen. In diesem polyphonen Dreiklang habe jeder von ihnen seine speziellen „Töne“: Sr. Ulrike ihre langjährige Erfahrung, Herr Rüther seine Planungsfähigkeit und Herr Hildmann spiele die Oberstimme, mit der er die Schule aus dem christlichen Geist heraus leite, mit Klarheit und authentischer Überzeugungskraft.

Herr OstD i.E. Günter Kunert, der Vorsitzende der AG der katholischen Schulen im Erzbistum Paderborn, betonte in seiner Rede die Bedeutung von St. Michael als Ausbildungsstätte mit Kultur und wünschte sich für die Zukunft einen Schul-Kultur-Campus, auf dem die Schülerinnen und Schüler behütet sein mögen auf all ihren Wegen.

Daran anschließend richtete Herr OstD Dr. Peter Lütke Westhues, als Sprecher der Gymnasialschulleiter des Kreises Paderborn, seine Worte an die neuen Amtsinhaber, indem er ihnen Freude, Ruhe und Gelassenheit beim Leiten der Schule wünschte.

Die Schulpflegschaftsvorsitzenden Frau Karin Dudziak und Frau Andrea Kreye stellten schließlich die Frage nach den Erwartungen der Schulgemeinschaft verbunden mit dem Wunsch eines offenen, konstruktiven und fairen Dialogs und versprachen, dass man auf sie zählen könne.

Als Geschenk übergaben sie den drei Mitgliedern der neuen Schulleitung drei Engel: Den Engel der Weisheit, den Engel des Mutes und den Engel der Fürsorge, einzusetzen nach dem jeweiligen Bedarf.

Abschließend bekamen Herr Hildmann, Herr Rüther und Sr. Ulrike vom Lehrerrat (stellvertretend für das Kollegium: Jutta Burdinski, Angelika Friede, Verena Welling, Thorsten Schultze, Wolfgang Goßling) noch Schultüten mit Utensilien zur Stressbewältigung, um den Akku gegebenenfalls aufzuladen.

Schülerinnen des MiPiK-Kurses testeten außerdem anhand eines physikalischen Experiments noch die „Leitfähigkeit“ der drei neuen Amtsinhaber.

Die Schülerschaft, vetreten durch den Schülersprecher Frederik Buhl und Vertreter/innen der Unter-, Mittel- und Oberstufe überbrachten ebenfalls ihre gute Wünsche und hatten als symbolische Geschenke eine Flamme, einen Engel und einen Stern, sowie eine Eintrittskarte für den Escape-Room mitgebracht.

Kurzweilige Rahmenunterhaltung boten unterschiedliche Akteure im Bereich Tanz (Inga Buchholz, Shannon Victoria Tiemeyer aus der 7c und Schüler der 6b der Realschule), Musik (Charlotte Jung, Q2 und Stefan Jung, Schüler-Lehrer-Chor des Gymnasiums St. Michael) und Theater (Theater-AG des Gymnasiums St. Michael).

Die Messe im Dom wurde bereichert durch den Gesang der Mädchenkantorei unter der Leitung von Frau Gabriele Sichler-Karle.

Weitere Fotos finden sich in der Galerie.

Text/Fotos: V. Renken