Gymnasium St. Michael und Stadtbibliothek schließen Kooperationsvertrag

Kooperationsvertrag Stadtbcherei 2019

Bei der Vertragsunterschrift sind zu sehen: vorne Claudius Hildmann (Leiter Gymnasium St. Michael), Katrin Stroth (Leiterin Stadtbibliothek), hinten v.l.n.r. Theresa Sass (Praktikantin der Stadtbibliothek) Regina Böhning, Beate Leßmann (verantwortliche Projektbetreuerinnen der Stadtbibliothek), Dr. Andreas Kolle (Projektbetreuer Gymnasium St. Michael).

Die unmittelbare Nachbarschaft zwischen Stadtbibliothek und Michaelskloster leg­te den Gedanken einfach nahe. Am 3. Juli unterzeichneten Claudius Hild­mann, Schulleiter des Gymnasiums St. Michael, und Katrin Stroth, Leiterin der Stadtbibliothek Paderborn, einen Vertrag über die Kooperation zwischen Schule und Bibliothek, der die lokale Nähe zwischen beiden Einrichtungen auch in prak­tischer Hinsicht aus­nutzen will, um gegenseitig von den Angeboten der je­weils anderen Institution zu profitieren. Der Vertrag konkretisiert, fixiert und er­wei­tert teilweise schon be­stehende Formen der Zusammenarbeit, die umfas­sende Schulungsmaßnahmen der Schülerinnen und Schüler bei der bibliogra­phi­schen und digitalen Er­schließung von Literatur und Medien im Haus der Bi­blio­thek vorsehen. Dies be­trifft schwerpunkthaft sowohl die jüngsten Jahrgangs­klas­sen, die somit lang­sam an die Vorbereitung umfangreicherer Referate oder sog. längerer Ex­perten­arbeiten herangeführt werden, als auch die älteren Ober­stufen­schüler, die im Rah­men ihrer Qualifikation für das Abitur obligatorisch eine län-gere Fach­arbeit schrei­ben. Im Bereich der Mittelstufe existieren zu­sätzlich punktu­elle Bereiche der Zusammenarbeit, die in das Curriculum ein­zelner Fächer wie z. B. das Fach Geschichte aufgenommen werden.

Ein schöner Begleiteffekt der Zu­sam­menarbeit besteht auch darin, dass nach Mög­lichkeit jede Schülerin und jeder Schüler zu Beginn der Schullaufbahn einen Bibliotheksausweis erhalten soll. Bibliotheken sind riesige Archive des Wis­sens, die heute auch über viele digitale Angebote verfügen. Von den posi­tiven Effekten der Zusammenarbeit im Hinblick auf eine kritische Lese­förderung – gerade im Zeitalter von Fake News – sowie eine anspruchsvolle digitale wie kulturelle Erziehung überhaupt sind beide Seiten fest überzeugt.

Text: Dr. A. Kolle

Foto: M. Rüther