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 „Macht durch Disziplin!

Macht durch Gemeinschaft!

Macht durch Handeln!“ – hallte es am Freitagvormittag, dem Tag des Vorlesens, durch die Schulaula St. Michael, in der die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase auf Einladung des Literaturkurses 2 der Q1 bereits Platz genommen hatten und neugierig den Beginn der Darbietung erwarteten.

Ausgehend von der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie Diskriminierung und Radikalisierung setzte sich der Kurs im Anschluss an die Lektüre des bekannten Bestsellers von Morton Rhue „Die Welle“ in einer Schreibwerkstatt mit den dort geschilderten Vorfällen und Personen auseinander: Warum wird man zu einem Mitläufer? Warum folgt man bereitwillig und blind den Anordnungen einer Autoritätsperson? Wie entsteht Faschismus?


 

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Denn genau auf diese Fragen will der Geschichtslehrer des Buches seinen Schülerinnen und Schülern im Experiment „Die Welle“ eine Antwort erfahrbar machen. –

In ihren selbstverfassten Texten und szenischen Darbietungen deckte der Literaturkurs Motive der Gefolgsleute auf und versuchte die Mechanismen der Macht aufzuspüren, die über die gegrölten Grundsätze der Bewegung schließlich zur gewalttätigen Ausgrenzung führten. Aber auch die Kraft und der Mut des Widerspruchgeists wurde überzeugend demonstriert!

Denn es war die erklärte Intention der engagierten Oberstufenschülerinnen mit ihrer Vorführung zum diesjährigen Tag des Vorlesens der Botschaft des Zitats von Albert Einstein Nachdruck zu verleihen: „Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ 

 

Text / Foto: R. Pelizaeus-Hermes