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Im Zuge des Pogroms vom 9. November 1938 haben wir, der Leistungskurs Geschichte der Q2, uns intensiv mit den damaligen Ereignissen befasst. In diesem Zusammenhang machten wir uns Gedanken über eine Gedenkveranstaltung. Es wurde uns bewusst, wie wichtig es ist, eine Vielzahl von Menschen für die Problematik vonAntisemitismus zu sensibilisieren. Unsere Überlegungen mündeten in zwei Aktionen.

Zum einen organisierten wir eine Gedenkveranstaltung für die Jahrgänge EF, Q1 und Q2 in der Aula unserer Schule. Zum anderen besuchten wir die Klassen 9 in ihren Räumen. Dort gaben wir ihnen eine kurze Einführung zu den Ereignissen rund um die Reichspogromnacht und spielten anschließend das Lied “Stolpersteine” von Trettmann vor, welches durch seine moderne musikalische Auseinandersetzung einen besonderen Zugang zu der Thematik schafft. Nach dem Hören des Liedes bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ihre Gedanken und Gefühle niederzuschreiben. Bei vielen von ihnen löste die Konfrontation mit den Gräueltaten der Nationalsozialisten Betroffenheit aus. Einige zeigten ausdrückliches Interesse für die historischen Ereignisse.

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Während der Gedenkveranstaltung in der Aula wurde zunächst über die Geschehnisse, welche im Zuge der Reichspogromnacht stattgefunden haben, informiert. Anschließend trugen wir Zeitzeugenberichte von Jenny Aloni und Lucille Eichengreen vor, die unsere Beschreibungen der Novemberpogrome veranschaulichen und das Schicksal zahlreicher Juden zur Zeit des Nationalsozialismus für alle Anwesenden greifbar machen sollten. Wie wichtig das Erinnern an die Pogrome des 9. November 1938 besonders auch in unserer Zeit ist, stellten wir anhand von auftretenden Verharmlosungen der Auswirkungen des Nationalsozialismus im Rahmen von Protesten gegen die Corona-Maßnahmen dar.

Zum Schluss der Veranstaltung haben sich jeweils zwei Schülerinnen bzw. Schüler aus dem Leistungskurs Geschichte gemeinsam mit zwei Kursen auf den Weg zum Mahnmal An der Alten Synagoge gemacht, das an das in der Reichspogromnacht zerstörte Paderborner jüdische Gotteshaus erinnert. Dort wurde eine Kerze angezündet und in einem Moment der Stille den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus gedacht. 

Dass die Gefahr eines erneut aufkommenden Antisemitismus keineswegs gebannt ist, zeigt die Tatsache, dass während unseres Aufenthalts am Mahnmal auf dem Gelände Wassertanks zur Absicherung der am Abend stattfindenden öffentlichen Gedenkveranstaltung aufgestellt wurden.  

Auch wenn sich niemand von uns direkt eines Verbrechens an jüdischen Mitbürgern schuldig gemacht hat, sind wir mitverantwortlich für ein menschenwürdiges Miteinander. Wir können die Ereignisse der Vergangenheit nicht ungeschehen machen, es ist jedoch unser Auftrag, uns geschlossen gegen den in unserer Gesellschaft wachsenden Antisemitismus zu wenden und somit dafür zu sorgen, dass es nie wieder zu einer Gewaltherrschaft kommt.

Text: Johannes Niemann, LK Geschichte (Q2)

 

Paderborn gedenkt den verstorbenen Juden der Stadt

Anlässlich der Reichspogromnacht, am 9.November 1938, wurden wir, der Geschichtsleistungskurs der Q1, dazu eingeladen an der Gedenkveranstaltung an der alten Synagoge mitzuwirken. Die Novemberpogrome 1938 waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland und Österreich. In Paderborn wurde hierbei unteranderem die alte Synagoge in Brand gesetzt, an dessen Standort heute ein Mahnmal zu Gedenken der verstorbenen Juden steht. Dort begann pünktlich um 18:15 Uhr die Gedenkveranstaltung mit der Rede von Frau Schrader-Bewermeier, Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Paderborn. Anschließend folgten Reden des Bürgermeisters Michael Dreier und des Domkapitulars Msgr. Dr. Michael Menke-Peitzmeyer. Danach haben wir die Namen der verstorbenen Juden aus Paderborn und derjenigen, die nach Paderborn deportiert und ermordet wurden, vorgelesen. Nach der Kranzniederlegung vor dem Mahnmal, trug Alexander Kogan ein hebräisches Gebet und eine persönliche Geschichte vor. Musikalisch begleitet wurde der Abend durch René Madrid auf dem Akkordeon. 

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Schrader-Bewermeier und unserer Lehrerin Frau Dr. Hamel für die Organisation und das Engagement.

Text: LK Geschichte (Q1)

 

Fotos: M. Lüftner, A. Hamel

 

 

 

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