Genau das erwartete die SuS der Klasse 9c und zwei Geschichts-Kurse der Q2, die sich aktuell mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen.

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Gestaltet von Lehramtsstudierenden der Fachbereiche Religion und Kunst waren die mobilen „Miniaturmuseen“ zunächst für zwei Wochen auf der Wewelsburg zu erkunden, bevor sie ihren Weg in die Schulen der Region fanden. Im Rahmen des Projekts Die Wewelsburg - Kulturerbe hautnah sollte die „verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit der regionalen Wewelsburger NS- und KZ-Vergangenheit“ stehen, die „aufgrund des Verstummens von Zeitzeug:innen und dem neuen Aufleben fremdenfeindlicher Motive und Mechanismen wie Antisemitismus, Rassismus und Rechtspopulismus“ nach wie vor aktuell sei.

 

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Entsprechend verstand das Planungsteam die Museumskoffer als „Miniaturmuseen, in denen sich klassische Funktionen des Museums - das Sammeln, Bewahren, Archivieren, Dokumentieren und Vermitteln - auf kleinstem Raum zu einem Unterrichtsmedium“ komprimieren und die erdrückende Thematik als solche „sinnlich-narrativ und ästhetisch-anschaulich“ erfahrbar machen. (https://www.wewelsburg.de/de/aktuelles/veranstaltungen/termine/2022-08-11-Museumskoffer-Die-Wewelsburg-Kulturerbe-hautnah.php - zuletzt abgerufen: 2.11.2022)

Dass dieser Plan tatsächlich aufging, können die Schülerinnen der Klasse 9c bestätigen. Wie die beiden Oberstufenkurse der Q2 erhielten auch sie am 23. September Besuch von Selda Tokcan, die als Studentin der Fächer Kunst, Geschichte und Deutsch einen lebendigen Einblick in die Geschichte der KZ-Gedenkstätte Niederhagen gab:

„Durch die besondere Gestaltung war das Lernen mit dem Koffer und den Gegenständen darin noch einmal eine neue Art, über die Verbrechen in der NS-Zeit etwas zu lernen. Besonders die Grausamkeit und auch die räumliche Nähe dieser Verbrechen wurde uns durch dadurch noch einmal deutlicher bewusst. Wir waren auch sehr beeindruckt von der mühevollen und kreativen Gestaltung der Koffer und fanden toll, dass wir all die Gegenstände in die Hand nehmen durften. Dadurch wurden die Informationen für uns viel anschaulicher und es fiel uns leichter, sie auch wirklich zu verstehen und zu behalten. Und es gab wirklich viel zu entdecken! Nicht nur Texte, sondern auch Bilder, Briefe, Figuren, Fotos – und sogar ein Glas (eklige) Brenneselsuppe. Frau Tokcan kannte sich sehr gut aus und hat uns alles anhand der Gegenstände genau erklärt, sodass wir eine viel anschaulichere Vorstellung davon hatten, wie das Leben in einem solchen Konzentrationslager ausgesehen haben könnte. Erst als man sah, wie klein die Essensportionen wirklich waren, wurde einem zum Beispiel so richtig klar, wie hart das Leben dort wirklich gewesen sein musste. Die Gegenstände waren unterschiedlichen Themen zugeteilt, sodass wir ganz verschiedene Facetten des Lagerlebens kennenlernten.“

Damit erwies sich die „Geschichte aus dem Koffer“ auf jeden Fall als spannendes Experiment, auf das wir uns alle gerne eingelassen haben!

Die Schülerinnen der Klasse 9c, Frau Gerling und Frau Hamel (Text / Fotos)

 

 

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