Weggehen von Gott heißt sterben,

zurückkehren zu Gott heißt auferstehen,

wohnen bei Gott heißt leben!

 

So beschreibt der hl. Augustinus den österlichen Weg des Menschen.

Wir sind in Gott eingetaucht, eingehüllt in seine heilende und liebende Gegenwart. Wir atmen in Gott, weinen in Gott, lachen in Gott. Wir leben, wenn wir in Gott sind. Ohne Gott fallen wir ins Nichts. Das ist die österliche Blickrichtung: Jesu Auferweckung und Erhöhung zum Vater verändert unser Gottes- und Menschenbild. Gott nicht ohne den Menschen und der Mensch nicht ohne Gott. Wir sind nicht nur auf Gott bezogen, wir leben, bewegen uns und sind in Gott. Vor diesem Hintergrund wird uns die Tragweite des Augustinuswortes bewusst: "Weggehen von Gott heißt  sterben, zurückkehren zu Gott heißt auferstehen, wohnen bei Gott heißt leben!"

Augustinus hat das in seinem Leben erfahren. Sein Leben war turbulent: Exzesse, geistige Erschütterungen, Depressionen, Irrungen, ohne Frieden, ein gequältes Leben für eine Karriere, krankhafte Selbstzerstörung. Er ist sich selbst zum Rätsel geworden -sagt er. "Weggehen von Gott heißt sterben" - so drückt Augustinus die Entfremdung des Menschen ohne Gott aus. Die Lebensentscheidung für Gott schiebt Augustinus ständig vor sich her. Er ist ein Gefangener seiner Selbstbehauptung und seines Gotteskomplexes. Auferstehung erlebt Augustinus in seiner Bekehrung - die nicht in einem Augenblick geschieht, sondern ein langer schmerzlicher Prozess der Heimkehr ist. Er beschreibt im Buch der Bekenntnisse diesen Durchbruch zu Gott als tiefen Frieden, als Glück der Befreiung und mit dem Jubel der Erlösung. Er hat zum österlichen Leben gefunden.

 

"Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir. Denn auf dich hin hast du uns geschaffen." (Bekenntnisse II/4)

"Gott ist dir näher als du dir selbst nahe bist!" (Bekenntnisse III,6,11)

"Deine Sehnsucht ist dein Gebet!"

"Liebe und tue, was du willst."

 

Gebet nach Augustinus

 

Jesus Christus,

ich bin ein Mensch und nichts Menschliches ist mir fremd.

Ich bin noch nicht an meinem Ziel angekommen,

lass mich nicht vorzeitig aufgeben.

Wenn ich zweifle, lass mich nicht verzweifeln.

Ich suche dich, lass mich dich finden.

Wenn ich schweige, lass mich aus Liebe schweigen.

Wenn ich spreche, lass meine Worte aus der Liebe kommen.

wenn ich tadle, lass mich aus Liebe tadeln.

Wenn ich andere verschone, lass mich sie aus Liebe verschonen.

Lass mich in allem treu sein, dir und mir,

Gott und den Menschen,

heute und alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.


Gebet des Hl. Augustinus Aurelius von Hippo (354-430)

 

Herr, du bist groß und hoch zu loben;
groß ist deine Macht,
deine Weisheit ist ohne Ende.
Und dich zu loben wagt der Mensch,
ein winziger Teil deiner Schöpfung,
der Mensch, der dem Tod verfallen ist,
der weiß um seine Sünden und weiß,
dass du dem Hoffärtigen widerstehst;
und dennoch, du selbst willst es so:
wir sollen dich loben aus fröhlichem Herzen;
denn du hast uns auf dich hin geschaffen,
und unruhig ist unser Herz,
bis es Ruhe findet in dir.

 

 

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