Schülerinnen des Gymnasiums St. Michael setzten ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und trafen auf ihrem Weg Weihbischof Dominicus

Pilgergruppe mit Bischof

Pilgergruppe des Gymnasiums St. Michael mit den begleitenden Lehrkräften Sr. M. Ulrike (l.), Frau K. Hunold (r.) und dem Paderborner Weihbischof Dominicus

Geht doch!

38 Oberstufenschülerinnen des Gymnasiums St. Michael folgten zusammen mit Frau Hunold und Sr. M. Ulrike dieser Einladung und gingen am 20.10.2015 die Tagesetappe des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit von Lünen nach Dortmund mit. Der internationale Pilgerweg, ein ökumenische Bündnis aus Landeskirchen, Diözesen, christlichen Entwicklungsdiensten, Missionswerken und (Jugend-) Verbänden, verläuft von Flensburg nach Paris. Auf der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 wird ein neues internationales Klimaabkommen beschlossen. Der Pilgerweg macht im Vorfeld auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam. In Lünen traf die Gruppe die Pilger, die teilweise schon von Flensburg an auf dem Jakobsweg zum Klimagipfel sind.

 

Klimapilgern unterwegs

 

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Die erste Station des Tages war das Steinkohlekraftwerk Trianel, einem so genannten „Schmerzpunkt“ im Blick auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Die insgesamt 20 km lange Strecke führte dann am Datteln – Hamm – Kanal entlang, aber auch durch Felder und Waldstücke. Erstaunt waren die Schülerinnen, dass es im Ruhrgebiet Naturschutzgebiete und so viel Grün gibt - „Kraftpunkte“ auf dem Weg zum Klimaschutz.

In der Mittagspause konnten sich die insgesamt ca. 120 Pilger aufwärmen und stärken. Ehrenamtliche der katholischen und evangelischen Gemeinden in Dortmund-Brechten hatten Reibekuchen gebacken. Kinder aus der Grundschule sangen als Begrüßungslied „Du hast uns deine Welt geschenkt – Gott, wir danken dir“ und erzählten von ihren Ideen, wie sie die Umwelt schützen können: „Wir können den Müll in den Mülleimer und nicht auf die Erde werfen. Wir können Stofftaschen statt Plastiktüten benutzen. Wir sollten immer mit mehreren im Auto fahren und nicht allein.“

In Brechten schlossen sich der Paderborner Weihbischof Dominicus und der evangelische Oberkirchenrat Dr. Möller der Pilgergruppe an. So ging es, begleitet von einer Polizeieskorte, Richtung Dortmunder Innenstadt, wo der Pilgerzug viel Aufmerksamkeit erregte, denn das Banner, das während des ganzen Tages von unseren Schülerinnen getragen wurde, zeigte deutlich das Anliegen der vielen Pilger.

Weihbischof Dominicus sprach beim Stationsgottesdienst in der Reinoldikirche von seinen Eindrücken auf dem Weg und machte gerade auch die Schülerinnen nachdenklich, als er unser heutiges Konsumverhalten kritisch hinterfragte.

Anschließend ging es zum Dortmunder Rathaus, wo der Umweltdezernent der Stadt die Pilger herzlich begrüßte und sich hoch erfreut zeigte, dass sich so viele junge und auch ältere Menschen auf den Weg gemacht haben, um auf das so wichtige Thema der Klimagerechtigkeit aufmerksam zu machen.

Den Abschuss des Tages bildete eine Diskussionsveranstaltung im Mallinckrodt-Gymnasium: „Zukunft in Gefahr – Klimawandel und Generationengerechtigkeit“. „Niemals haben wir unsere Erde, unser Lebenshaus, so schlecht behandelt wie heute“, wurde Papst Franziskus zitiert. Aber doch wissen alle Menschen, dass „wir die Welt nicht von unseren Vätern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen haben“. Wir sind aufgerufen unsere christliche Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung und zum nachhaltigen Handeln ernst zu nehmen. Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt (BMZ) stellte in seinem Statement auch den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und den Flüchtlingsströmen her, als er aufzeigte, wie durch den Klimawandel unzähligen Menschen hauptsächlich in den Entwicklungsländern die Lebensgrundlage entzogen wird und sie deshalb aus ihren Ländern flüchten müssen. Weihbischof Dominicus appellierte an die Zuhörer ihr eigenes Handeln bewusst zu reflektieren und zu verändern. Nur so können wir auch andere dazu motivieren, sich für den Klimaschutz einzusetzen und mitzuhelfen, dass unsere Erde bewohnbar bleibt.

Auf der Rückfahrt nach Paderborn waren die Pilgerinnen von St. Michael zwar müde, aber ebenso beeindruckt von ihrem Pilgertag. „Ich fand es sehr gut, dass nicht nur die politische Dimension des Themas zum Tragen kam, sondern sie in den Kontext unserer christlichen Verantwortung gestellt wurde“, resümierte eine Schülerin.

Die Erfahrungen der Pilgergruppe werden weiter wirken und einfließen in das Klimaschutzprojekt am Gymnasium St. Michael.

Geht doch!

Weitere Informationen zum Klimapilgern sind hier hinterlegt. Weitere Eindrücke finden sich in der Galerie.

Text: Sr. M. Ulrike Brand
Fotos: K. Hunold
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