Mitglieder der Fair Trade AG des Gymnasiums St. Michael informierten sich im HNF über die Auswirkungen des Konsumverhaltens 

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Täglich verbrauchen Menschen bewusst oder unbewusst Unmengen an Energie, Papier oder Nahrung. Doch wie kann das Konsumverhalten nachhaltig verändert werden? Hierauf gibt die interaktive Ausstellung "Konsumkompass" im HNF, die noch bis Februar 2017 zu sehen ist, eine Antwort. Schülerinnen und Schüler der Fair-Trade AG besuchten im Rahmen ihres schulischen Tätigkeitsfeldes mit Frau Geburzi diese Ausstellung, die nachhaltige Eindrücke bei den Jugendlichen hinterließ.

"Über die Ausstellungstücke hinweg kritisierten wir unseren eigenen täglichen Bedarf, den wir stark reduzieren könnten. Wer hätte zum Beispiel vermutet, dass wir mehr alte Handys in Deutschland als Menschen besitzen, obwohl in ihnen eine kleine Menge Gold enthalten ist? Aber auch die Masse an von uns produziertem Abfall, welchen wir in anderen Ländern lagern und dort die Menschen durch Chemikalien in Gefahr bringen, öffnete uns die Augen, dass wir etwas ändern sollten.

 

 

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Besonders beeindruckt hat uns ein Hausmodell. Dies zeigt anschaulich, dass fast 85% der Energie für das Heizen und warmes Wasser benutzt wird. Dank verschiedener Sanierungsmöglichkeiten kann man allerdings den Verbrauch um 94% reduzieren. Aber auch wir als Konsumenten können durch einfache Tricks sparen. Verzichtet man beispielsweise auf die Heizung und trägt wärmere Kleidung oder vermeidet bei Temperaturen von über 20°C zu heizen, tut man nicht nur seinem Geldbeutel, sondern auch der Nachhaltigkeit einen Gefallen. Würden wir also mehr Wärme sparen, könnten wir die produzierte Energie an anderer Stelle nutzen und somit die Umwelt schonen. Zudem stellt nicht nur der hohe Stromverbrauch ein Problem dar, auch die Massen an Nahrungsmitteln, die  jedes Jahr entsorgt werden, schockieren. Viele Menschen sind daran gewöhnt, Gegenstände zu schnell in den Müll zu werfen, ohne über die Folgen nachzudenken. Dabei kann Nachhaltigkeit auch Spaß machen. Denn es ist beispielsweise möglich, alte Möbel zu recyclen. So entsteht beim "Upcycling" aus einigen alten Geldsäcken ein neuer Sessel oder aus dem alten Fahrradsattel ein Hocker mit funktionierendem Rücklicht." (Dorothea und Sophie)

Die Mitglieder der AG nahmen viele Eindrücke und Ideen mit und werden sie bestimmt nachhaltig in ihre Arbeit am Gymnasium St. Michael einfließen lassen.

Foto: A. Geburzi