Begabungsförderung

Unser Gymnasium ist Mitglied im Netzwerk Begabungsförderung OWL. Es handelt sich dabei um Gymnasien und Gesamtschulen, die – neben weiteren Schwerpunkten ihrer pädagogischen Arbeit – ihr Augenmerk auch auf individuelle Begabungen der Schüler/innen richten.

 

Forder-Förder-Projekt (FFP)

In der Unterstufe realisiert das Gymnasium für die Klasse 5 seit mehreren Jahren das ­For­­­der-­­Förder-Projekt. Auf der Basis eines Konzepts des „Landes­kompetenz­zentrums für Individuelle Förderung“ der Universität Münster arbeiten Schüler/innen der 5. Klassen – unterstützt von Praxissemesterstudierenden des Fachbereichs Deutsch der Universität Paderborn, Lehramtsanwärtern und Lehramtsanwärterinnen sowie Oberstufenschülerinnen und -schülern – über längere Zeit an einem selbst gewählten Thema mit unter­schied­lichsten Fachinteressen. Frü­he Neigungen der jungen Schüler/innen werden so greifbar, Entdeckerfreude wird be­günstigt. Am Ende des Projekts, das über fach­liches Wissen hinaus die Be­herr­schung von Lernstrategien, Zeitmanagement so­wie Präsentationskompetenz schult, erfolgt ein Expertenvortrag vor Schülerinnen, Schülern und El­tern.

 

Drehtür-Modell

Für ei­nen längeren Zeitraum verlassen leistungsstarke sowie talentierte Schüler/innen der 7. Klassen den Regelunterricht, um an einem Projekt ihrer Wahl zu arbeiten. Die Auswahl der Jugendlichen erfolgt durch die Klassenleitungen in Zusam­men­­arbeit mit den Fachlehrkräften. Praxissemesterstudierende der Universität Pader­born betreuen sie fachlich während der Projektphase. Ein Vortrag vor der Schul­öffentlichkeit dient der Präsentation der eigenen Ergebnisse. Die Be­wer­tung der Arbeit erfolgt durch Fach­lehrergutachten.

 

Projektarbeit in Kooperation (PIKO)

Die Projektarbeit in Kooperation (PIKO) beinhaltet spezielle Fördermaßnahmen begabter Schüler/innen in Kooperation vor allem mit zwei außerschulischen Kooperationspartnern:

In Kooperation mit dem Diözesanmuseum Paderborn führen Schüler/innen der 8. und 9. Klassen ein Projekt durch, das im Rahmen der Museumspädagogik angesiedelt ist. Dabei haben leistungsstärkere Teilnehmerinnen und Teilnehmer z.B. die Möglichkeit, selber einen Museumsgang zu konzipieren, kleinere Ausstellungen begleitend zu aktuellen Großprojekten des Museums durchzuführen oder einen Fotografierkurs für Profis zu absol­vieren.

In Kooperation mit dem Verlag Lektora in Paderborn richtet die Schule einen Kurs „Kreatives Schreiben“ aus, der Jugendlichen die Möglichkeit gibt, ihre schreiberischen Fähigkeiten und Fertigkeiten auf den Gebieten Lyrik, Epik und Dramatik zu schärfen und auszubauen.

Beide Projektmaßnahmen schulen über spezielles künstlerisches Wissen hinaus vor allem Formen des ko­ope­rativen Arbeitens, die Entwicklung umfang­reicher Langzeitvorhaben so­wie öffent­­lichkeits­wirksame Präsentationen.

 

Allgemeines Ziel unserer Begabungsförderung in der Sekundarstufe I ist es, motivierten und leistungsstarken Schüler/innen im Verlauf ihrer Schullaufbahn alters­gerechte Angebote zum Ausbau ihrer Talente und Fähigkeiten zu machen.

 

Phasen-Schema-Begabungsförderung [Sekundarstufe I]

         Klasse 5: Forder-Förder-Projekt (FFP)

         Klasse 7: Drehtür-Modell

         Klasse 8 und 9: Projektarbeit in Kooperation (PIKO)

Für die Oberstufe greift unser Gymnasium im Rahmen seiner Talentförderung vorrangig auf fächerspezifische Angebote, schulinterne und externe Akademie-Angebote (Deutsche Schülerakademie, Campus-Akademie Schwerte, Oberstufenakademie Königsmünster in Meschede) sowie auf ein breites Angebot von Arbeitsgemeinschaften zurück.

 

Ansprechpartner ist Dr. A. Kolle

kolle(a)michaelsschule.de

 

(03/2020)

Der Bundesfremdsprachenwettbewerb

 Was ist der BFW?

Fremdsprachenwettbewerb 2019

Der BFW ist ein Projekt von Bildung & Begabung, dem Talentförderzentrum des Bundes und der Länder.

Bildung & Begabung ist eine Tochter des Stifterverbandes. Förderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz.

Schirmherr ist der Bundespräsident.

 

Teilnehmende?

 Mehrere tausend junge Menschen unterschiedlicher Schulformen nehmen jedes Jahr am BFW teil.

Auf diese sprachbegabten und interessierten Schülerinnen und Schüler warten anregende und herausfordernde Aufgaben. Dabei steht die mündliche Sprachbeherrschung im Vordergrund.

Als Wettbewerbssprachen können alle an den Schulen unterrichteten lebenden Fremdsprachen sowie Latein und Altgriechisch gewählt werden.

Schülerinnen und Schüler der Sek. I konzentrieren sich in der Regel auf eine Fremdsprache während die der Sek. II zwei Fremdsprachen auswählen müssen.

 

 Die zwei Hauptbestandteile des BFW  >           SOLO + TEAM

 

SOLO / SOLO plus:

 

Hier gibt es zwei Altersgruppen:

 

  1. a) Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9, jeder Teilnehmer wählt eine Wettbewerbssprache.

Die Aufgaben werden zu Hause und am Klausurtag bearbeitet.

Dazu zählen mündliche und schriftliche, kreative und testorientierte Aufgaben.

Am Klausurtag gilt es, auf der Basis vorgegebener Bilder eine Geschichte zu schreiben, Lückentexte zu vervollständigen, an komplexen Texten Lese- und Hörverstehen nachzuweisen sowie Kenntnisse über die Landeskunde unter Beweis zu stellen.

 

Das Anforderungsniveau der Aufgaben richtet sich an der Kompetenzstufe B1 des

„Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens“ für Sprachen aus.

 

Je nach Prozentzahl der erreichten Punkte wird die erbrachte Leistung als ansprechend (65%+), gut (75%+), sehr gut (85%+) oder herausragend (90%+) eingestuft.

Diese Qualitätsbezeichnungen sind nicht mit unseren Schulnoten gleichzusetzen, da die im Wettbewerb geforderte Leistung über das Unterrichtsniveau hinausgeht.

 

 

  1. b) Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, jeder Teilnehmer wählt zwei Wettbewerbssprachen.

Die Teilnehmer beweisen, dass sie ihre Wettbewerbssprachen mündlich und schriftlich beherrschen.

Der Wettbewerb umfasst 3 Runden, die besten Teilnehmer einer Runde qualifizieren sich für die Teilnahme an der jeweils nächsten Runde.

 

Das Niveau der Aufgaben orientiert sich am „Europäischen Referenzrahmen“ (B2 bis C1).

 

Die besten Preisträger werden in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen, weitere Preisträger erhalten Bar- und Sachpreise.

 

 

 

TEAM:

 

Teilnehmen können hier Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 – 10.

In Teams bis zu 10 Teilnehmern reichen sie unter Betreuung ihrer Lehrkraft gemeinsam eine Arbeit (z.B. Film, Hörbuch) ein, die neben sehr guten Fremdsprachenkenntnissen Teamgeist, Projektmanagement und Kreativität erfordert.

 

Als Fremdsprache(n) kann / können alle an den Schulen unterrichteten lebenden Fremdsprachen sowie Latein und Altgriechisch gewählt werden.

 

 

 

 

 

Warum BFW?

 

  • Fremdsprachlich begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler finden neue Herausforderungen, interessante Angebote, sich vertiefend mit Sprachen auseinanderzusetzen (Forderangebote),
  • der BFW eignet sich besonders gut für eine Binnendifferenzierung, bei Teamaufgaben arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit etwas unterschiedlichem sprachlichen Niveau gemeinsam an einem Projekt (Verfassen eines Drehbuchs, diverse Rollen und ihre Verteilung, Drehen eines Films, Schneiden etc.),
  • die Schülerinnen und Schüler arbeiten klassen- und teilweise jahrgangsübergreifend, lernen dabei voneinander,
  • sie erfahren ihre eigenen Stärken und wachsen am Projekt, das oft über Wochen und Monate geht (z.B. „Macbeth, Vol.2“: Erweiterung der Teamfähigkeit, Entwicklung von Durchhaltevermögen, Stärkung des Selbstvertrauens, des Selbstbewusstseins, Sensibilisierung für Zeitmanagement, vertiefende Einblicke in Geschichte, Literatur, Politik, die weit über den Unterricht hinausgehen).

 

 

 

 

 Wie wird der BFW durchgeführt?

 

 

Die Teilnahme von Schülerinnen am BFW ist vor vielen Jahren an unserer Schule eingeführt und mit wachsendem Erfolg durchgeführt worden.

Die Vorbereitung auf den Wettbewerb (SOLO / TEAM) findet sowohl im fremdsprachlichen Unterricht, in einer Forderstunde sowie in der Freizeit statt.

 

 

Unser Gymnasium St. Michael ist Klausurschule, d.h. wir führen sowohl mit unseren Schülerinnen und Schülern als auch denen der anderen Schulen aus der Region Ende Januar den SOLO-Wettbewerbstag an unserer Schule durch.

Dabei bearbeiten die SchülerInnen die diversen Aufgaben in der Zeit von 9.00 bis 13.00 Uhr.

Die begleitende Lehrkraft betreut sie dabei und führt die einzelnen Aufgabenstellungen mit ihnen durch (HV, kreatives Schreiben etc.). Anschließend werden die Klausuren an den Regionalbeauftragten des BFW nach Detmold geschickt.

 

 

Bezüglich des Wettbewerbszweigs TEAM bespricht die betreuende Lehrkraft mit interessierten Schülerinnen und Schülern diverse Projektideen, gibt Impulse, begleitet sprachlich bei Fragen bzw. Schwierigkeiten, hilft in „Sackgassensituationen“ weiter, achtet auf das Zeitmanagement und ermuntert die SchülerInnen ab und zu, durchzuhalten.

 

 

 

 

Wie werden die Beiträge ausgewertet und honoriert?

 

 

Der Regionalbeauftragte des Bezirks Detmold lädt über die Bezirksregierung die berufenen Mitglieder des Prüfungsausschusses Mitte März zu einer Klausurtagung nach Detmold ein.

An diesem Tag gucken 6-7 SprachenlehrerInnen diverser Schulen des Regierungsbezirks Detmold die Klausuren (SOLO) der jeweils anderen Schulen nach und bewerten sie.

 

Die TEAM-Beiträge werden etwas später von den jeweiligen Regionalbeauftragten in Soest ausgewertet.

 

Im Juni finden dann an einer in NRW zentral gelegenen Schule die Preisverleihungen statt.

Hier gibt es für die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler Sach- und Geldpreise sowie Auslandsfahrten für die Siegergruppen TEAM (z.B. Paris oder London).

 

Zudem werden die Sieger des Wettbewerbszweigs TEAM zum bundesweit stattfindenden Sprachenfest, das über 3 Tage geht, eingeladen. Hier konkurrieren sie mit den Siegern anderer Bundesländer und erhalten ebenfalls Preise, sollten sie einen 1.-3. Platz belegen.

 

Die Schülerinnen (ab 2015 auch Schüler) unserer Schule haben in den vergangenen Jahren regelmäßig am BFW mit sehr großem Erfolg (sowohl in der Kategorie SOLO als auch TEAM) teilgenommen und sind z. B. in den Jahren 2008 (Dresden), 2009 (Wiesbaden), 2010 (Bremen), 2015 (Hamburg)  zum Sprachenfest eingeladen worden, wo sie ebenfalls oftmals einen der vorderen Plätze belegten.

 

Die bestplazierten Schülerinnen und Schüler des SOLO-Wettbewerbs werden jeweils im Herbst zum Sprachenturnier eingeladen.

In den beiden vergangenen Jahren nahmen z.B. 2 unserer Schülerinnen (Christin Meiche, Miriam Nagel) am Sprachenturnier in Meißen bzw. in Papenburg teil, da sie im SOLO-Wettbewerb zu den besten Teilnehmerinnen gehörten.

 

 

 

 

Jutta Burdinski

(betreuende Lehrkraft des BFW am Gymnasium St. Michael)

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