Parallele Monoedukation - 3 Jahre Jungenklassen am Gymnasium St. Michael

Jungen erobern ihre Räume an den Schulen St. Michael - ein Erfahrungsbericht über das PM-Konzept "Getrennt lernen~Gemeinschaft leben"

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2013: Die erste Jungeklasse am Gymnasium St. Michael mit ihrem Klassenlehrer Herrn Jung (l.).

2013 waren sie da: die ersten Jungen! Hoch motiviert stellte sich das Lehrerteam der Klasse 5d der neuen Herausforderung. Auf dem Schulhof zeigte sich schnell, dass die Jungen sich ihren Platz eroberten. Der von den Mädchen gerne zum Sonnen benutzte Sportplatz wurde – nicht ganz konfliktfrei – in den Pausen zum Fußballplatz erklärt. Aber alles in allem: Die Herausforderung unseres Mottos „Getrennt lernen – Gemeinschaft leben“ liegt nicht im Freizeitbereich, sondern beim Lernen und Lehren in Lerngruppen, die tatsächlich anders „ticken“. Nun heißt es, die zwar erarbeitete Theorie in der Ebene des pädagogischen Alltags zu erproben und festzustellen: „Es ist alles ganz anders als bei den Mädchen“; „Es ist noch einmal eine ganz neue Herausforderung, die mich auch den Unterricht bei den Mädchen neu reflektieren lässt.“

 

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Reinhard Winter zu Gast an St. Michael - PM konkret

Diplompädagoge Reinhard Winter referierte an den Schulen an St. Michael über „Jungen in der Schule und das Männliche“ bzw. „Jungen brauchen klare Ansagen“ oder „Am Ende wird alles gut.“

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Reinhard Winter war im Rahmen einer Lehrerfortbildung und eines Elternabends zu Gast an den Schulen St. Michael.

Als langjähriger Beobachter von Jungen und erfahrener Experte in Jungenarbeit steht Reinhard Winter den neuerdings an vielen Orten entstehenden monoedukativen Konzepten gerade für Jungen unbedingt positiv gegenüber, hätten sie doch mehr Möglichkeiten, auf die entwicklungsbedingten Besonderheiten von Jungen einzugehen. Nach Beobachtung von R. Winter sei das Wahrnehmen der Vielfalt der Jungen in monoedukativen Lerngruppen viel besser möglich, da der Homogenisierungsdruck geringer sei als in koedukativen Gruppen, in denen Jungen sich stärker abgrenzen müssten. Entscheidend für die erfolgreiche Begleitung von Jungen in der Schule sei die Beziehungsarbeit. Diese schien ihm nach einem nachmittäglichem Gang über den Schulhof, bei dem er die zufällige Begegnung von Jungen aus der Klasse 8 mit ihrem ehemaligen Klassenlehrer beobachten konnte, bei uns in Ordnung zu sein. „Die fühlen sich wohl hier“ – so sein Eindruck.

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Glückliche Jungen an St. Michael

Themenangebot der Schulseelsorge - "Die GlücksAG: Glücklich sein - wie geht das?"

Glck G6e

Die Jungenklasse 6e von Herrn Harnischmacher und Frau Bruster nahm für eine Unterrichtsstunde das besondere Themenangebot der Schulseelsorge "Die GlücksAG: Glücklich sein - wie geht das?" in Anspruch und entdeckte einige Aspekte und Ideen für das eigene Glück. Gemeinsam mit den beiden Schulseelsorgern Bettina Schmidt und Achim Hoppe dachten die Schüler darüber nach, wo uns im Alltag das Glück begegnet und wie wir es erfahren.
Eine erste Runde "Zuletzt war ich glücklich, als ..." ließ alle feststellen, dass wir jeden Tag viele glückliche Momente erleben, vor allem im Miteinander, in Familie, Freundschaft und auch in der Schule.  In einem Lied des Sängers Roger Cicero fanden die Schüler viele Worte, die ihnen das Glück weiter erschlossen "... die erste Frühlingsluft oder wenn mich ein Freund zum Lachen bringt oder um zu wachsen, musst du manchmal auch verlieren ...". 

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Parallele Monoedukation am Gymnasium St. Michael bekommt gute Noten

Zwischenbilanz nach drei Jahren PM: Mädchen und Jungen schätzen den getrennten Unterricht am Gymnasium St. Michael

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 Getrennt lernen - Gemeinschaft leben

Drei Jahre nach der Einführung der parallelen Monoedukation am Gymnasium St. Michael in Paderborn zog Professor Dr. Christoph Blomberg (Katholische Hochschule NRW Paderborn) bei der Vorstellung seiner Studie eine positive Bilanz: Das Experiment, Jungen am katholischen Gymnasium aufzunehmen, aber in den Klassen 5 bis 9 getrennt von den Mädchen unterrichten zu lassen, sei gelungen. „Getrennt lernen – Gemeinschaft leben“, dieses Konzept hat sich am Gymnasium St. Michael bewährt. Ein Zeichen dafür sei, so Professor Blomberg, dass es sowohl bei den Schülerinnen als auch bei den Schülern eine hohe Identifikation mit der Schule gäbe. Gemeinsam mit Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat, Eva Jansen, Leiterin der Abteilung „Katholische Schulen in freier Trägerschaft“, Schulleiterin Elisabeth Cremer und Stefan Jung, Koordinator der Parallelen Monoedukation am Gymnasium, zog Professor Blomberg in einem Pressegespräch sein positives Fazit.

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Startschuss zum Konzept der parallelen Monoedukation am Gymnasium St. Michael

Gymnasium St. Michael nimmt zum Schuljahr 2013/2014 auch Jungen auf - Mädchen und Jungen werden dann nach dem Konzept der „parallelen Monoedukation“ in getrennten Klassen unterrichtet

Neues Konzept PM - Msgr. Gbel und E. Cremer

Die Schulleiterin Elisabeth Cremer und Monsignore Joachim Göbel stellten das neue Konzept der „parallelen Monoedukation“ vor.
Paderborn (pdp). Erst vor wenigen Tagen begingen die Schulen St. Michael in Paderborn feierlich die Übergabe der Trägerschaft von den Augustiner Chorfrauen ans Erzbistum Paderborn. Nun informierte das Gymnasium St. Michael in einem Pressegespräch über eine weitere Veränderung: Zum Schuljahr 2013/2014 werden erstmals in der Geschichte der Schule auch Jungen aufgenommen. Der Unterricht erfolgt dann nach dem Prinzip der „parallelen Monoedukation“: Mädchen und Jungen werden in jeweils getrennten Klassen unterrichtet. 2015/2016 soll diese Unterrichtsform auch in der Realschule St. Michael eingeführt werden.

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Getrennt lernen - Gemeinschaft leben

Das Konzept der parallelen Monoedukation

Jungen2014

Das private Gymnasium St. Michael des Erzbistums Paderborn ist eine christlich-katholische Schule in der Tradition der Augustiner Chorfrauen und geprägt von der mehr als 350-jährigen pädagogischen Ausrichtung als Mädchenschule. Das Erzbistum Paderborn möchte nun auch Jungen in der Stadt Paderborn die Möglichkeit geben, ein katholisches Gymnasium zu besuchen. Die Tradition der Mädchenbildung fortführend beinhaltet das neue pädagogische Konzept des Gymnasiums St. Michael in der Sekundarstufe I die „parallele Monoedukation": Mädchen und Jungen werden in getrennten Lerngruppen unterrichtet. So wird die langjährige und immer wieder reflektierte Mädchenerziehung fortgesetzt und für die neu einsetzende Jungenbildung ab Klasse 5 fruchtbar gemacht.

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