Sozialpraktikum in der Einführungsphase

Aus dem gewohnten Trott heraus

Neue Positionen beziehen

Unrecht und Ausgrenzung erkennen

Menschen begegnen

Den Blick weiten

Und vielleicht auch

Fremdes entdecken

den üblichen Blickwinkel verlassen

Mich selbst einbringen und erproben

Andere Lebensumstände begreifen

Neuland begehen in mir, zwischen uns

in Richtung Gott

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor menschlichem Leid nicht die Augen verschließen – das Sozialpraktikum am Gymnasium St. Michael

Vor den Sommerferien findet für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF ein zweiwöchiges Sozialpraktikum statt. In dieser Zeit gehen die Jugendlichen in soziale Einrichtungen wie Alten- und Behindertenheime, Hospize, Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen (mit Integrativgruppen), zur Aids-Hilfe, in Pfarrgemeinden und zahlreiche weitere Einrichtungen, die die Gelegenheit bieten, durch zwischenmenschliche Begegnungen und praktische Mithilfe soziale Erfahrungen zu sammeln, die der normale Schulalltag kaum ermöglicht. Ihnen wird die Chance eröffnet, die speziellen Lebensbedingungen sozial benachteiligter Menschen kennen zu lernen, an deren alltäglichem Leben in den Einrichtungen teilzunehmen und konkrete Hilfe zu leisten. Dies fördert das Selbstbewusstsein in nicht unerheblichem Maße.
Das Sozialpraktikum ist begründet im sog. Compassion-Modell, das die deutschen Bischöfe seit einigen Jahren an ihren Schulen umsetzen. Es geht um den Versuch der Berührung mit einer Welt, die den jungen Menschen räumlich nahe und doch in der Regel sehr fremd ist. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler dadurch an aktiv gelebte Solidarität und Mitmenschlichkeit heranführen.
Bei der Erziehung zu Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen wählen wir an unserer Schule nicht primär den Weg der moralischen Instruktion, sondern den von Erfahrung und Reflexion – in diesem Fall ganz besonders: die Erfahrung mit einer den Schülerinnen und Schülern in der Regel fremden sozialen Wirklichkeit und deren anschließende Reflexion.
Das Sozialpraktikum verstehen wir dabei als einen wichtigen Baustein in unserem Konzept von Schulseelsorge. Es sollte daher im Zusammenhang mit dem (Religions-) Unterricht, dem Schulgebet, dem Erlernen und Üben des Umgangs mit dem Anderen und Fremden und ganz allgemein auch im Zusammenhang mit der Erziehung zu sozialem Handeln gesehen werden.
Die Jugendlichen werden während des Praktikums von Seiten der Schule betreut. Aus den Reflexionen und Gesprächen der BetreuungslehrerInnen mit den Praktikantinnen wird immer wieder deutlich, dass die jungen Menschen das Sozialpraktikum als persönliche Bereicherung und als einen wichtigen Schritt auf ihrem Weg zu einer reifen Persönlichkeit empfinden.
Im Laufe der Klasse 9 bzw. mit der Anmeldung zur Oberstufe an unserer Schule erhalten die Schülerinnen und Schüler erste organisatorische Hinweise zum Ablauf des Sozialpraktikums. Die Schule hilft ihnen selbstverständlich bei der Suche nach einem adäquaten Praktikumsplatz.


Für Fragen und Anregungen steht Herr Andreas Wurm gern zur Verfügung.

 

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