Vertretungskonzept am Gymnasium St. Michael

 

I. Ziele des Vertretungskonzepts

 

  1. Ziel ist die Qualität und die Kontinuität des Unterrichts so weit wie möglich zu erhalten und so wenig Unterricht wie möglich ausfallen zu lassen.
  2. Die hier dargestellten Regeln sollen Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Berechenbarkeit für das Kollegium, die Schüler und die Eltern schaffen.

 

II. Grundsätze für den Vertretungsunterricht

 

  1. Vertretungsunterricht ist grundsätzlich (Fach-)Unterricht.
  2. Für die erste, vierte und fünfte Unterrichtsstunde wird ein Bereitschaftsdienst mit einer Lehrkraft festgelegt. In besonderen Fällen müssen weitere Kolleginnen und Kollegen kurzfristig mit der Vertretung beauftragt werden.
  3. Es wird versucht, so weit wie möglich zu vertreten. Um eine allzu große Belastung zu vermeiden, können Randstunden am Ende des Unterrichtstags ausfallen. In der Sekundarstufe I sollte der tägliche Unterricht der Schülerinnen und Schüler mindestens bis 12.55 Uhr gewährleistet werden.
  4. Mehrarbeit und Belastung, die durch Vertretungsunterricht und zusätzliche Aufsichten verursacht werden, sollen auf das notwendige Maß beschränkt werden. Eine ausgewogene Belastung für den Vertretungsunterricht entsprechend dem Umfang der Unterrichtsverpflichtung der Kolleginnen und Kollegen wird angestrebt.

 

III. Formen von Vertretungsunterricht

 

1. Kurzfristiger Ausfall von Lehrkräften (max. eine Woche)

Die Vertretung wird in folgender Rangfolge durchgeführt:

    • Lehrkräfte, die in der jeweiligen Klasse unterrichten
    • Unterrichtsverlagerung (der Unterricht von Kollegen, die unterrichtsfrei haben, wird in die zu vertretende Stunde verschoben)
    • entsprechende Fachlehrer, die nicht in der Klasse unterrichten
    • Lehrkräfte mit Freistunden
    • Es werden vorrangig Unterrichtsstunden in die zu vertretenden Stunden verlegt, die an anderer Stelle bei Abwesenheit der Klasse oder Unterrichtsausfall (z. B. Klassenfahrt, Klausur, Abitur, Praktikum,…) nicht erteilt werden.

2. Langfristiger Ausfall von Lehrkräften (mehr als 1 Woche)

Die Vertretung wird in folgender Rangfolge durchgeführt:

    • Anordnung bezahlter Mehrarbeit von Lehrkräften mit Einverständnis der betreffenden Lehrkraft.
    • Die Anpassung des Stundenplans und die befristete Änderung der Unterrichtsverteilung zur Sicherstellung von Unterricht sind möglich.
    • Einstellung einer Vertretungslehrkraft soweit möglich.

 

IV. Organisatorische Regelung des Vertretungsunterrichts

 

  1. Alle Kolleginnen und Kollegen nehmen regelmäßig Kenntnis von den Vertretungsplänen, besonders vor dem Verlassen des Schulgeländes. Darüber hinaus können sie sich auch auf der Homepage unserer Schule über anfallende Vertretungen informieren.
  2. [intern]
  3. Bei vorhersehbaren Vertretungsfällen stellt die zu vertretende Lehrkraft    Arbeitsaufträge/Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, auf die die Vertretungskräfte zurückgreifen können oder mit denen selbstständiges Arbeiten der Lerngruppe im Schulgebäude (Sekundarstufe II) im Vertretungsplan angeordnet wird. In diesem Fall holt die Kurssprecherin die Aufgaben rechtzeitig vor Stundenbeginn im Sekretariat ab.
  4. Kolleginnen und Kollegen, die nicht pünktlich erscheinen können, informieren unverzüglich telefonisch die Schulleitung.
  5. Erscheint eine Lehrkraft nicht zum Unterricht, meldet die Klassensprecherin dies spätestens 10 Minuten nach Unterrichtsbeginn im Sekretariat.
  6. Urlaubsanträge und Anträge auf Exkursionen und andere Veranstaltungen, die Vertretungsunterricht verursachen, sind frühzeitig (d.h. so früh wie möglich) zu stellen. Bei der Planung von Fortbildungen und außerunterrichtlichen Veranstaltungen muss auf die Vertretungssituation Rücksicht genommen werden.
  7. Die Verlagerung von Unterricht muss vorher genehmigt werden.

 

V. Inhaltliche Regelung des Vertretungsunterrichts

 

  1. Der Unterricht in einem bestimmten Fach soll, wenn möglich, nach den Vorgaben der ausfallenden Lehrkraft weitergeführt werden.
  2. Kann in der Vertretungsstunde der Fachunterricht nicht fortgeführt werden, sollen Grundkompetenzen für das entsprechende Fach oder die entsprechende Klasse vermittelt werden.
  3. Jede Lehrkraft stellt für ihre Klassen entsprechende Materialien zusammen, mit      deren Hilfe vier Vertretungsstunden gefüllt werden können. 

 

Text: W. Fastlabend