FFP im Jahrgang 5 - Literaturcafé in der EP - Wettbewerb Schriftwelten

FFP 2013

Hilf mir, es selbst zu tun!"
Forder-Förder-Projekt im Regelunterricht des Deutschunterrichst der 5. Klassen

In den Grundschulen gehören Methoden des freien Arbeitens schon seit Langem zum Schulalltag und mittlerweile zählen sie auch an den weiterführenden Schulen neben dem klassischen Frontalunterricht zum gewohnten Methodenrepertoire. Denn individuelle Förderung ist natürlich auch in großen heterogenen Lerngruppen leichter zu erreichen, wenn dem Lerngegenstand angemessen ein sinnvoller Wechsel zwischen Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit stattfindet und der Grad an Selbststeuerung gegenüber der Lehrerlenkung zunimmt.


 

 

FFP 2

Und zwar schreiben im Rahmen des Deutschunterrichtes jeweils in einer Schulstunde die Schülerinnen unter Anleitung zu einem individuell zu wählenden Sachthema eine sog. Expertinnenarbeit: Sie beschaffen sich Informationen selbstständig, üben Lesetechniken ein, werten Texte aus, entwickeln Schreibstrategien, arbeiten am PC, erstellen einen Zeitplan u. ä. mehr und so in der Auseinandersetzung mit ihrem Gegenstand schulen bzw. erwerben sie eine Fülle an methodischen Kompetenzen. Denn der Weg ist in diesem Fall das Ziel!

Am Ende des Schuljahres wird das Projekt bei Eltern, Schülerinnen und Lehrern sorgfältig evaluiert, um Verbesserungen in der Organisation sowie im Ablauf vorzunehmen.
In der wöchentlichen Projektstunde werden die Klassen in Gruppen eingeteilt, der jeweils eine Lehrkraft begleitend und beratend zur Verfügung steht, denn nur so ist angesichts der individuellen Themenwahl eine sinnvolle Betreuung jeder einzelnen Schülerin möglich. Daher unterstützen Lehramtsstudenten der Uni Paderborn die jeweilige Deutschlehrkraft der Klasse im Rahmen eines Fachpraktikums für die Dauer dieser Projektarbeit.
Den Abschluss bilden kurze Expertinnenvorträge der Schülerinnen zu ihrem jeweiligen Sachthema vor ihren Eltern, Geschwistern und Mitschülerinnen bilden. Diese feierliche Präsentationsveranstaltung ist mittlerweile zu einem besonderen Highlight zum Abschluss des ersten Schuljahres an St. Michael geworden.
Unser Bericht auf der Homepage über die Expertinnenvorträge des Schuljahres vermittelt einen lebhaften Eindruck von der breiten Palette der gewählten Themen, mit denen sich die Schülerinnen bisher auseinandergesetzt haben: Über Schildkröten und Schlangen, über Diamanten und Indianer, über Schwarze Löcher und chemische Gase, über Anne Frank und Isabel Abedi, über die Klarinette und Ludwig van Beethoven kann man ebenso etwas erfahren wie über die Arena auf Schalke und die deutsche Nationalmannschaft.
Lassen wir uns überraschen, welche Themen in diesem Jahr die Schülerinnen in ihren Bann ziehen werden. Wir freuen uns darauf!

 

Literaturcafe

Literaturcafé in der Einführungsphase

Seit mehreren Jahren nutzen wir mit den Schülerinnen der Einführungsphase die Möglichkeit, die in der Sekundarstufe I entwickelten literarischen Fähig- und Fertigkeiten im Umgang mit Texten kreativ anzuwenden. Im Rahmen des Deutschunterrichts arbeiten sie an ausgewählten Themenbereichen, wobei vor allem kreative Zugänge zur Literatur geschaffen werden und das eigenständige Arbeiten sowie kooperative Lernformen im Vordergrund stehen. Die dabei erzielten Ergebnisse werden der (Schul-) Öffentlichkeit in einem sogenannten Literaturcafé vorgestellt. Im Anschluss an die Präsentationen der entstandenen Werke, die sowohl Bearbeitungen existierender Texte als auch eigene Produktionen umfassen, besteht die Möglichkeit, sich in geselligem Rahmen auszutauschen.

 

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 Marvin Siefke_pixelio.de

Schriftweltenwettbewerb

Seit dem Premierenjahr 2001 schreiben Schülerinnen der Unter-, Mittel- und Oberstufe an St. Michael alljährlich eigene Geschichten für den Wettbewerb Schriftwelten.
Eine Schülerin der Oberstufe hat die Bedeutung des kreativen Schreibens einmal so formuliert: „In der Literatur ist alles möglich. Der kleine dicke Junge von nebenan kann der große Held einer Geschichte werden, das Großmütterchen im Nachbarort kann in ihrer Vergangenheit zahlreiche Morde begangen haben. Du selbst kannst einer alltäglichen Beobachtung so viel Bedeutung schenken, sie so prall umschreiben, dass jeder Mensch auf der Welt sie für ein wichtiges Ereignis der Weltgeschichte hält. Kurzum, Schreiben ist die Kunst, das Fantastische im Alltag zu finden, die Fantasie in den Alltag hineinzubringen, den Alltag mit Fantasie zu umkleiden. Mit dem Schreiben kannst Du jeden erreichen und tief berühren, egal ob groß oder klein. Literatur ist überall."
Die Themen im Rahmen des Wettbewerbs hießen

in der Unterstufe z. B.: Mein Lieblingsplatz; Alleinsein; Der geheimnisvolle Brief; Ich und meine beste Freundin; Meine Familie; Gänsehaut; Auf der Flucht; Du bist noch zu jung;

in der Mittelstufe z. B.:
Vorbilder; Typisch Jungs, typisch Mädchen; Anderssein; Wenn ich endlich 18 bin; Sich einmischen erwünscht; Strahlende Zukunft;

in der Oberstufe z. B.:
Nach dem 11. September 2001; Die Macht der Gefühle; Über Zufälle, Glücksfälle, Unglücksfälle; Hautnah; Ich glaube; Ich weiß, dass ich nichts weiß; Fremd.

Der Elternförderverein unterstützt den Wettbewerb mit einem Preisgeld von 500 Euro, das die Gewinnerinnen in Form von Sachgeschenken erhalten. Über die Preisträgerinnen entscheidet eine Jury aus den Leiterinnen der Schülerzeitung, Lehrerschaft und nach Wunsch auch Vertretern des Elternfördervereins. Die prämierten Texte werden in der Aula in einer feierlichen Veranstaltung öffentlich vor allen Schülerinnen der Jahrgangsstufen vorgelesen, d. h. vor immerhin 300-400 Zuhörerinnen. Durch die Folge und Aneinanderreihung von Wörtern und manchmal schon mit einer kleinsten Abweichung davon können die größten Abenteuer beginnen, so einfach und zugleich so schwierig sind Literatur, Lesen und Schreiben. Die öffentlichen Lesungen gehören zu den Höhepunkten des Schuljahres. Wer einmal dabei war, bekommt eine starken Eindruck von der Phantasie der Schülerinnen. Es ist nur eine Redensart, aber in besonders intensiven Momenten während der Lesung kann man die Stecknadel fallen hören.

Ansprechpartner für den Wettbewerb "Schriftwelten" ist Herr Dr. Andreas Kolle.

 

Hilf mir, es selbst zu tun!“

Forder-Förder-Projekt im Regelunterricht des Deutschunterrichst der 5. Klassen